Electric MOKE Mk2 — die zweite Generation des britischen Strand-Elektroautos — wurde auf dem Pariser Autosalon am 12.–18. Oktober 2026 gezeigt. Das Wichtigste: ein 23,5-kWh-Akku statt 10,8 kWh und eine Reichweite von bis zu 170 km nach WLTP gegenüber 54 Meilen (rund 87 km) beim Vorgänger — also fast doppelt so viel. Die Karosserie ist nun komplett aus Aluminium, hinzu kommt ein vorderer Kofferraum mit 86 l, und der empfohlene Preis in Europa liegt bei 35.000 Euro.
Inhalt
- Was ist ein MOKE und woher kommt er
- Wie viel weiter kommt der neue MOKE
- Was sich an Karosserie und Innenraum geändert hat
- Wie und wie lange man den MOKE Mk2 lädt
- Wie viel er kostet und wo er verkauft wird
Was ist ein MOKE und woher kommt er
MOKE ist ein offenes Auto ohne Türen und mit einem Verdeck statt eines Dachs, das seit 1964 mit Stränden, Ferienorten und Filmen verbunden wird. Den originalen Mini Moke baute man zunächst in Großbritannien, ab 1966 in Australien und später auch in Portugal. Die heutige Firma Moke International besitzt die ursprüngliche europäische Marke und produziert seit 2022 eine elektrische Version. Laut Unternehmen wurden weltweit mehr als 500 Electric MOKE verkauft, vertrieben werden sie über zehn Partnerhändler in Amerika und Europa.
Das Fahrzeug wird wie bisher in Warwickshire in England von Hand montiert — nur wenige Meilen von dem Ort entfernt, an dem in den 1960er-Jahren die ersten MOKE gebaut wurden. Der neue Mk2 steht in Paris in Halle 7.1 (Stand B01) neben den Premieren der großen Konzerne, obwohl es vom Umfang her ein Nischenprodukt für Ferienanlagen, Vermietungen und das Wochenende am Meer ist.
Wie viel weiter kommt der neue MOKE
Das größte Problem des ersten Electric MOKE war die geringe Reichweite: etwa 54 Meilen nach WLTP. Beim Mk2 wurde der Akku mehr als verdoppelt, und die offizielle Reichweite im WLTP-Mix liegt nun bei bis zu 170 km (105 Meilen). Bei realen Fahrten in der Stadt und entlang der Küste ließen sich laut Unternehmens-Tests bis zu 185 km erreichen. Motor1 nennt einen leicht anderen WLTP-Wert — 106 Meilen; der Unterschied ist auf Rundung zurückzuführen.
| Parameter | Electric MOKE Mk2 (2026) | Electric MOKE Mk1 (seit 2022) |
|---|---|---|
| Batterie | 23,5 kWh | 10,8 kWh |
| WLTP-Reichweite | bis zu 170 km (105 Meilen) | etwa 87 km (54 Meilen) |
| Elektromotor | 33 kW (44 PS), hinten | 33 kW (44 PS) |
| Höchstgeschwindigkeit | 80 km/h | — |
| Onboard-Ladegerät | 6,6 kW (Wechselstrom) | — |
| Karosserie | Aluminium | Stahl |
| Vorderer Kofferraum | 86 l, abschließbar | nicht vorhanden |
An der Dynamik hat sich nichts geändert: derselbe 33-kW-Elektromotor (44 PS) und rund 100 N·m, die Höchstgeschwindigkeit beträgt laut Unternehmen 80 km/h (Carscoops schreibt von 53 mph, etwa 85 km/h). Für MOKE ist das eine bewusste Entscheidung: Das Auto ist für Promenaden, Ferienorte und Küstenstraßen gedacht — nicht für die Autobahn.
Für wen der MOKE Mk2 geeignet ist
Die verdoppelte Reichweite verändert das Nutzungsszenario. Den ersten Electric MOKE musste man nach jeder Fahrt an die Ladung hängen, daher war er vor allem in der Kurzstrecken-Vermietung zu Hause. Mit 170 km nach WLTP pro Ladung kann man mehrere Tage im Ferienort unterwegs sein — zwischen Stränden und Restaurants — und das Auto nachts an einer normalen Steckdose laden. Genau dafür wird der MOKE verkauft: für Hotels, Villen, Vermietfirmen an der Küste, Besitzer von Ferienhäusern am Meer, die ein zweites „Wochenend“-Auto brauchen.
Auch die Einschränkungen sollte man verstehen. Türen und ein Dach im klassischen Sinn gibt es nicht — nur ein Verdeck; damit ist es ein Saisonauto für warmes Klima. Die maximalen 80 km/h erlauben keine souveräne Fahrt auf Schnellstraßen, und das Fehlen von Schnellladen macht lange Strecken unpraktisch. Der MOKE Mk2 ist also kein Ersatz für ein normales Auto, sondern ein Ferienfahrzeug, das endlich nicht mehr mitten am Tag von der Steckdose abhängig ist.
Was sich an Karosserie und Innenraum geändert hat
Laut Vertretern von MOKE, die TopElectricSUV zitiert, ist die Karosserie nun vollständig aus Aluminium statt aus Stahl: Das Auto hat weniger Angst vor Salzwasser und Sand, wurde jedoch durch den größeren Akku ungefähr 10–15% schwerer. Die Gewichtsverteilung zwischen den Achsen beträgt 50:50 statt zuvor 60–65% auf der Vorderachse, was das Handling verbessern soll. Der Innenraum wurde auf jeder Seite um etwa 9 cm verbreitert, es gibt breitere und tiefere Fußräume.
Unter der vorderen Haube ist ein abschließbares Fach mit 86 l hinzugekommen — erstmals kann man im MOKE eine Tasche oder Strandausrüstung unbeaufsichtigt lassen. Der Ladeanschluss wurde nach hinten verlegt. Im Innenraum gibt es eine neue zentrale Bedienkonsole, einen runden Wählknopf für die Getriebemodi, besser sichtbare Kontrollleuchten, USB-C, eine 12-V-Steckdose und Becherhalter für die hinteren Passagiere. Es gibt neun Farben in drei Kollektionen: California Collection (Sonoma Red, Laguna Blue, Venice White — zuvor nur für die USA), Original Colour Collection (Wave Blue, Sunlight Yellow, Sunset Orange) und Earth Naturals (Shell White, Eucalyptus Green, Palm Green).
Wie und wie lange man den MOKE Mk2 lädt
DC-Schnellladen gibt es beim MOKE nicht — nur Wechselstrom. Über das 6,6-kW-Onboard-Ladegerät lädt der Akku von 20 auf 80% in etwa zwei Stunden (bei 25 °C), über ein gewöhnliches Haushaltsnetz mit 3,2 kW dauert eine Vollladung rund sieben Stunden. Für ein Strandauto, das tagsüber beim Hotel oder der Villa steht und nachts an der Steckdose hängt, reicht das aus: Die verdoppelte Reichweite nimmt genau die Notwendigkeit, mitten am Tag nachzuladen.
Wie viel er kostet und wo er verkauft wird
Der empfohlene Verkaufspreis in Europa liegt bei 35.000 Euro ohne lokale Steuern und staatliche Förderungen; in Großbritannien, laut Carscoops, ab 36.000 Pfund. Den MOKE Mk2 kann man auf mehreren europäischen Märkten bereits Probe fahren, mieten oder kaufen. In den USA will man das Auto Anfang 2027 vorstellen, die Auslieferungen sollen im Frühjahr–Sommer beginnen; der Richtpreis liegt bei etwa 40.000 Dollar, hängt aber noch von der US-Zertifizierung ab.
Der CEO von MOKE, Lorne Very, sagt, der Mk2 sei entwickelt worden, um das elektrische Open-Air-Fahren „einfacher, angenehmer und praktischer als je zuvor“ zu machen. Weitere Premieren der Messe gibt es in unserem Überblick zum Pariser Autosalon 2026, und aktuelle Nachrichten im Bereich Autonews.
Die Bilder im Artikel sind Illustrationen, die anhand der offiziellen Beschreibung von MOKE erstellt wurden, keine Werksfotos.
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Vor- und Nachteile des Electric MOKE Mk2
Reichweite von bis zu 170 km nach WLTP — fast doppelt so viel wie beim Mk1
Die Aluminiumkarosserie verträgt Salzwasser und Sand besser
Verriegelter Frunk mit 86 l
Gewichtsverteilung 50:50 und ein breiterer Innenraum
Keine Schnellladung mit Gleichstrom
Höchstgeschwindigkeit nur 80 km/h
Das Auto wurde um 10–15% schwerer
Hoher Preis für ein Nischen-Strandauto










