
Test Mercedes G-Class W463 (2018–2024): Status, Form und harte Realität

Mercedes G-Class 2018-2024 ist kein rationaler Familien-SUV, sondern ein teures Leiterrahmen-Fahrzeug mit sehr starkem Charakter. Man kauft ihn wegen der Sitzposition, der Form, des massiven Gefühls, des echten Allradantriebs mit Untersetzung und Sperren – nicht wegen Ruhe, bequemem Einstieg oder Spritsparen.
In diesem Zeitraum gibt es nur eine große Falle: 2018 nicht mit 2019-2024 vermischen. Von außen ist der Unterschied nicht schreierisch, technisch sind es aber unterschiedliche Autos: 2018 ist das Finale der alten Schule, und ab 2019 wurde die G-Class innen moderner, geräumiger und im Alltag bequemer – auch wenn Windgeräusche, schwere Türen und teurer Betrieb nirgends verschwunden sind.
Modell und seine Position im Markt
Die G-Class steht selbst unter teuren Geländewagen für sich. Auf Asphalt ist sie weniger komfortabel als ein Range Rover und im Alltag weniger praktisch als ein Defender, dafür liefert sie genau das, was man von ihr erwartet: aufrechte Sitzposition, Leiterrahmen, eine extrem wiedererkennbare Silhouette und das Gefühl, dass es nicht einfach ein großer Crossover ist.
Für wen sie passt: für alle, die bewusst einen imageprägenden Geländewagen mit echtem Offroad-Arsenal wollen und bereit sind, Größe, Verbrauch und Unterhaltskosten zu akzeptieren. Für wen sie nicht passt: für alle, die ein leises Langstreckenauto, einen bequemen Einstieg für tägliche Kurzfahrten und maximalen Nutzwert fürs gleiche Geld suchen.
- Plus des Modells – die Kombination aus Status und echter Offroad-Mechanik.
- Minus des Modells – viele Kompromisse im Alltag, besonders in der Stadt und auf der Autobahn.
Generationen und Modellgeschichte
2018 ist das letzte Jahr der alten technischen Version der G-Class. Das ist ein Auto mit sehr archaischem Gefühl: engerer Innenraum, weniger Alltagstauglichkeit, altes Getriebe – aber genau das kantige Erscheinungsbild, für das man sie liebt.
Ab 2019 startete eine neue Generation mit derselben Grundsilhouette, aber mit tiefgreifender Überarbeitung von Fahrwerk, Innenraum und Ergonomie. Das Auto wurde innen breiter, der Kofferraum wuchs auf 1079 l, die Sitzposition vorn und hinten wurde weniger kompromissbehaftet, und die 9-Gang-Automatik passt besser zum Charakter des schweren Fahrzeugs.
2024 gab es keine grundlegende Konzeptänderung: In den öffentlich zugänglichen Daten tauchen G 550, AMG G 63 und der extreme 4x4 Squared auf. Die Idee blieb also dieselbe: Die G-Class wird nicht als universelles Familienauto verkauft, sondern als eigenständiger Typ teurer Geländewagen mit sehr wiedererkennbarem Auftritt.
Motoren und Getriebe
Für diesen Zeitraum ist es am einfachsten, sich an den Benzinversionen zu orientieren, die in öffentlich zugänglichen technischen Daten klar dokumentiert sind. Beim 2018 G 550 gab es einen 4,0-l-V8 Biturbo mit 422 PS und 610 N·m mit 7-Gang-Automatik. Im selben Jahr war der AMG G 63 mit einem 5,5-l-V8 Biturbo mit 571 PS und 761 N·m ausgestattet, ebenfalls mit 7-Gang-Automatik.
Nach dem Generationswechsel 2019-2024 behielt der G 550 den 4,0-l-V8 mit 422 PS und 610 N·m, bekam aber eine 9-Gang-Automatik. Der AMG G 63 2024 ist bereits ein 4,0-l-V8 mit 585 PS und 850 N·m mit 9-Gang-Automatik. Entscheidend ist bei allen nicht nur der Motor, sondern auch der Antriebsstrang: permanenter Allradantrieb, zweistufiges Verteilergetriebe und drei sperrbare Differentiale.
| Version | Motor | Leistung und Drehmoment | Getriebe | Bodenfreiheit | Kofferraum |
|---|---|---|---|---|---|
| G 550 2018 | 4,0 l V8 Biturbo | 422 PS, 610 N·m | 7-Gang-Automatik | 205 mm | 660/2127 l |
| AMG G 63 2018 | 5,5 l V8 Biturbo | 571 PS, 761 N·m | 7-Gang-Automatik | abhängig von der Version | Daten unterscheiden sich je nach Markt |
| G 550 2019-2024 | 4,0 l V8 Turbo | 422 PS, 610 N·m | 9-Gang-Automatik | 241 mm | 1079/1943 l |
| AMG G 63 2024 | 4,0 l V8 Turbo | 585 PS, 850 N·m | 9-Gang-Automatik | 236 mm | 1079/1943 l |
Wichtig: 2018 und 2019-2024 sollte man nicht mechanisch nur nach Leistungszahlen vergleichen. Nach dem Redesign änderten sich nicht nur Getriebe und Innenraum, sondern auch das gesamte Fahrgefühl. Ebenso darf man G 550, AMG G 63 und 4x4 Squared nicht in einen Topf werfen: Gewicht, Abmessungen und das Alltagsszenario unterscheiden sich spürbar.
Karosserie, Abmessungen und Fahrwerk
Die Stärke der G-Class ist der geschlossene Leiterrahmen, permanenter Allradantrieb und ein ernsthaftes Offroad-Paket ohne Deko-Charakter. Für den 2018 G 550 haben wir einen Radstand von 2850 mm, eine Länge von 4765 mm, 205 mm Bodenfreiheit und 599 mm Wattiefe. Für den G 550 2019-2024: 2891 mm Radstand, 4818 mm Länge, 241 mm Bodenfreiheit, Böschungswinkel vorn und hinten 30,9° und 29,9°, Wendekreis 13,6 m.
Der AMG G 63 2024 ist noch etwas länger – 4873 mm – und die Bodenfreiheit beträgt 236 mm. In der Praxis heißt das einfach: Selbst in der neueren Generation bleibt die G-Class groß, schwer und für enge Städte nicht besonders wendig. Die hohe Sitzposition bringt gute Geometrie im Gelände, auf Asphalt spürt man aber das Gewicht, die Ziegelstein-Aerodynamik und den stattlichen Wendekreis.
Das Fahrwerk kaschiert den Charakter des Autos nicht. Das ist kein weicher Straßenkreuzer, sondern ein schwerer Leiterrahmen-Geländewagen, der ab 2019 zivilisierter wurde, aber seine straffe, manchmal etwas ruppige Art nicht verloren hat. Genau deshalb gefällt die G-Class denen, die ein „mechanisches“ Gefühl wollen, und nervt jene, die von ihr die Leichtigkeit eines großen Stadtwagens erwarten.
Innenraum, Komfort und Sicherheit
Der größte Sprung passierte genau im Innenraum ab 2019. Es gibt mehr Platz, das Armaturenbrett wirkt nicht mehr wie aus dem Museum, und der Kofferraum wuchs so stark, dass das Auto nicht mehr nur als reine Image-Spielerei für jeden Tag wahrgenommen wird. Das hebt die alten Eigenheiten aber nicht auf: hoher Kofferraumboden, schwere seitlich angeschlagene Türen und der Einstieg über eine hohe Schwelle gehören weiterhin zum Alltag.
Komfort ist in der G-Class immer speziell. Man liebt die hohe, kommandierende Sitzposition und das Gefühl eines Ausguck-Turms, aber nicht jedem gefallen Windgeräusche bei Tempo, kurze Türausschnitte und dass man regelrecht ins Auto hinaufklettern muss. In 2019-2024 sind Sicherheit und Assistenzsysteme deutlich moderner als 2018, aber das genaue Paket hängt von Markt und Ausstattung ab – beim Kauf eines konkreten Fahrzeugs sollte man die Ausstattung separat prüfen.
Alltagstauglichkeit
Im Alltag verlangt die G-Class Gewöhnung. Die Breite mit Spiegeln liegt bei der neueren Generation bei bis zu 2187 mm – schmale Parkhäuser, enge Höfe und ältere Tiefgaragen erinnern schnell daran, dass das kein kompaktes Stadtauto ist. Die Türen sind schwer, die Schwelle hoch, und der Einstieg erfordert eine Körperbewegung, nicht nur einen Schritt in den Innenraum.
Auch die Betriebskosten sind wenig überraschend: sie sind hoch. Für 2024 wird in öffentlich zugänglichen Daten ein Verbrauch von etwa 16,8 l/100 km im Mischbetrieb genannt, der Tank fasst 100 l – in der realen Stadt wirkt der Durst noch stärker. Bei Fahrzeugen aus 2021-2024 gibt es zusätzlich einen Grund, die Servicehistorie und Rückrufarbeiten besonders genau zu prüfen, unter anderem in Bezug auf das Kraftstoffsystem.
Auf der anderen Seite bietet die G-Class gute Zugkraftreserven, die hohe Sitzposition, einen echten Offroad-Antriebsstrang und solides Anhängepotenzial. Sie kann also ein Arbeitsgerät für anspruchsvolle Szenarien sein – aber diese Szenarien müssen real sein, sonst bezahlt der Besitzer täglich für Fähigkeiten, die er nicht nutzt.
Stärken und Schwächen
Die Stärke der G-Class ist, dass sie ehrlich genau das liefert, was sie verspricht: Charakter, Form, Durchzug und echte Allrad-Mechanik. Die Schwäche liegt im täglichen Preis dieses Images: Kraftstoff, Geräusche, Masse, Einstieg und Unterhaltskosten.
| Aspekt | Stärken | Schwächen |
|---|---|---|
| Image und Wahrnehmung | Eine der wiedererkennbarsten Formen auf der Straße, starkes Statusgefühl | Wird oft aus Emotion gekauft – und später treffen teure Kompromisse |
| Offroad-Fähigkeiten | Leiterrahmen, Untersetzung, drei Sperren, hohe Bodenfreiheit | Die meisten Fahrzeuge nutzen dieses Potenzial selten voll aus |
| Motoren | Kräftige V8 selbst in der Basisversion, viel Drehmoment untenrum | Hoher Verbrauch und teure Wartung |
| Komfort | Hohe Sitzposition, massives Gefühl, ab 2019 besserer Innenraum | Windgeräusche, schwere Türen, unbequemer Ein- und Ausstieg |
| Praktikabilität | In der neueren Generation deutlich besserer Kofferraum und Ergonomie | Trotzdem nicht das bequemste Format für Stadt und Familienalltag |
Tuning und Zubehör
Bei der G-Class ergibt Tuning dann Sinn, wenn es eine konkrete Aufgabe löst. Bei diesem Modell rutscht man leicht ins Dekorative ab – der sinnvollste Ansatz ist, zuerst das Szenario zu definieren: Stadtbetrieb, Ausflüge ins Gelände, Winterfahrten, Gepäcktransport oder einfach der Wunsch, die Optik zu verändern, ohne in die Technik einzugreifen.
Wenn Sie einen Startpunkt brauchen, lohnt sich ein Blick auf die Auswahl an Zubehör für G-Class W463 2018+. Das ist bequemer, als Teile auf Verdacht zu kaufen, weil man sofort sieht, ob Sie funktionalen Schutz, ein Exterieur-Paket oder nur ein paar kleine Elemente für Ihr eigenes Szenario brauchen.
Was sich für dieses Modell lohnt
- Frontschutz 2018+ – eine sinnvolle Option, wenn das Auto nicht nur auf sauberem Asphalt fährt und der untere vordere Bereich vor leichten Kontakten und Schmutz geschützt werden soll.
- BRABUS Bodykit – eine Lösung für alle, die bewusst am Look des Fahrzeugs arbeiten und verstehen, dass das eine Optik-Änderung ist, kein Zugewinn an Geländegängigkeit.
Bei der G-Class gibt es wirklich Raum für Upgrades: von Schutz und Exterieur-Teilen bis zu Gepäcklösungen und robusten Komponenten. Aber bei diesem Modell funktioniert nicht eine maximal lange Teileliste am besten, sondern eine präzise Auswahl danach, wie das Auto im Alltag tatsächlich genutzt wird.
Fazit
Mercedes G-Class 2018-2024 sollte man dann kaufen, wenn man ganz точно именно G-Class will und nicht просто einen teuren großen Geländewagen. Sie punktet mit Image, Offroad-Mechanik, kräftigen V8 und dem Gefühl eines besonderen Fahrzeugs, ist aber schwächer bei Geräuschkomfort, Einstiegskomfort, Wendigkeit und den Kosten des täglichen Lebens.
Nüchtern betrachtet ist 2018 die Wahl für die alte Schule, und 2019-2024 ist für die reale Nutzung deutlich logischer. Dieser Beitrag basiert auf echter Auswahl-Erfahrung, Praxis und realen Nutzungsszenarien – deshalb ist die Hauptaussage einfach: Die G-Class kauft man nicht wegen Universalität, sondern wegen ihres Charakters, und mit diesem Charakter muss man jeden Tag leben wollen.
| ✔ | Starke Offroad-Mechanik: Leiterrahmen, permanenter Allradantrieb, Untersetzung und drei Differenzialsperren bieten echte Geländefähigkeiten und nicht nur das „Image“ eines SUV. |
| ✔ | Das Auto hat eine sehr unverwechselbare Silhouette und ein Statusgefühl, das zwischen anderen teuren SUVs nicht verloren geht. |
| ✔ | Nach 2019 wurde der Innenraum im Alltag deutlich besser nutzbar: mehr Platz, ein moderneres Armaturenbrett und eine bequemere Sitzposition vorn und hinten. |
| ✔ | Der G-Class hat starke Benzin-V8 mit viel Drehmoment von unten, daher fährt das Auto souverän in der Stadt, unter Last und auch in anspruchsvolleren Situationen. |
| ✔ | Die neuere Generation bekam deutlich mehr Alltagstauglichkeit: Der Kofferraum wuchs auf 1079 l, und das Getriebe mit 9-Gang-Automatik passt besser zum Gewicht des Fahrzeugs. |
| ✘ | Im Alltag ist der G-Class unpraktisch: schwere Türen, eine hohe Schwelle und eine Sitzposition, in die man förmlich einsteigen muss, statt sich einfach hinzusetzen. |
| ✘ | Das Auto ist groß und in der Stadt nicht besonders wendig: Die Breite mit Spiegeln ist groß, und Wendekreis sowie Abmessungen machen sich auf engen Parkplätzen und in Innenhöfen schnell bemerkbar. |
| ✘ | Der Kraftstoffverbrauch ist hoch, und der Unterhalt ist teuer, daher verursacht das Auto deutlich höhere Kosten als viele andere SUVs dieser Klasse. |
| ✘ | Auch nach dem Update ist der G-Class nicht leise und weich geworden: Windgeräusche, das straffe, manchmal etwas grobe Fahrwerk und die Masse des Fahrzeugs bleiben Teil seines Charakters. |







